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Nur Bernhard Kohl war schneller
Bei der Charity Veranstaltung des Radclubs Grünau im Almtal trat heute Bernhard Kohl für herzkranke Kinder in die Pedale.

 

Bei nassen 5°C standen neben ihm noch mehr als 120 FahrerInnen am Start zum Rennen auf das Hochberghaus. Bernhard stand zwar mit uns am Start, wurde aber erst ca. 5 Minuten nach uns weggelassen, sodass er das Feld von hinten aufrollen kann.

Er war echt toll, dass so eine Radsportgröße an diesem Rennen teilnahm. Ich versuchte aber meine Konzentration auf das Rennen zu richten, denn das stand für mich vorerst im Vordergrund.

Nach einer 2-3 km langen neutralisierten Anfahrt bog die Straße rechts ab und es folgte sofort die erste steile Rampe. Ich fuhr in der ersten Reihe in die 180° Kurve um Stürze aus dem Weg zu gehen. Auf den ersten Metern des unrhythmischen bis zu 20 % steilen Anstieges, konnte ich mich vorne festsetzen und wartete an zweiter Position ab.
Die Spitze wurde immer kleiner und nach einer nächsten steileren Passage war ich nur mehr mit zwei weitern Fahrern an der Spitze des Rennens. Da dachte ich mir mal, nicht schlecht soweit. Diese Rennsituation blieb für einige hundert Meter, bis ich mich kurzfristig dazu entschloss eine Attacke zu versuchen.

Ich beschleunigte bis zur nächsten Kehre und konnte eine kleine Lücke zu meinen Verfolgern herausfahren. Von da an gab es kein zurück mehr und ich musste voll durchziehen. Später dachte ich mir ich hätte doch noch etwas warten sollen, denn es war noch verdammt lange bis ins Ziel.
Der Anstieg war zwar nur 5,5 km lang, jedoch hatte es die Steilheit in sich. Deshalb konnte man die Kilometer nicht wirklich einschätzen. Dies wurde mir wieder klar als ich bei der 3000 Metermarke dachte – ok, eh nicht mehr so weit – kurze Zeit später aber die Aufschrift „Halbzeit“ auf der Straße entdeckte.

Es half aber nichts und der Kampf gegen den Berg ging weiter. Der Abstand nach hinten blieb ziemlich stabil und es sollte von hinten keine Gefahr mehr drohen, allerdings ließen die Abstandsmarkierungen bis zum Ziel, welche alle 500 Meter folgten, ziemlich lange auf sich warten.

Ich bin den Anstieg vor 6 Jahren einmal gefahren und konnte mich eigentlich gar nicht mehr daran erinnern. Deshalb war ich ziemlich froh als ich endlich die 1000 Metermarke passierte, denn diesen Kilometer würde ich wohl auch noch schaffen.
Und so war es auch. Von weiten hörte ich schon den Zielsprecher und als sich der Nebel etwas lichtete sah ich eine Menschenansammlung, welche mich auf das Ziel schließen ließ.

Ich ging noch mal aus dem Sattel und als ich aus der nächsten Kehre raus fuhr waren es nur noch 10 Meter bis zum lange herbeigesehnten Zielbogen.

Ich gewann das Rennen mit neuem Streckenrekord in einer Zeit von 20:59 Minuten. Auf den weiteren Plätzen folgten Andreas Bauer + 0:22, Walter Lehki + 0:56 und Thomas Pfeiffer + 1:33 min.

Bernhard Kohl erreichte etwa 3-4 Minuten später das Ziel, hatte aber mit 19:57 natürlich eine schnellere Auffahrtszeit.
Mit einer Minute Rückstand auf ihn kann ich aber wohl mehr als zufrieden sein, denn ihr wisst alle wie gut Bernhard am Berg ist.

Bedanken möchte ich mich noch bei Gerda für die Top-Betreuung, sowie bei Praschesaits Wolfgang und seinen flinken Händen für die
anschließende Massage. DANKE!!

 
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