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Über 400 Starter machten sich heute zum 2. Eddy-Merckx-Classic in Eugendorf über 148 km und 2200 hm auf.
Beim ersten kurzen Anstieg vom Obertrumersee Richtung Berndorf konnte ich mich das erste Mal mit drei weiteren Fahrern, (Götsch, Ferrara (beide ITA), Lindner) etwas vom Feld absetzen. Anzumerken ist, dass diese drei in derselben Reihenfolge am Ende am Podium standen.
Bis zur Abfahrt rollte aber der Großteil des Feldes wieder an uns heran.
Bis Neumarkt am Wallersee geschah dann nicht viel, einige erfolglose Attacken und nicht allzu schnelles Tempo, sodass die erste Gruppe immer noch aus über 100 Fahrern bestand.
Erst kurz nach Neumarkt ereignete sich wieder eine Kuriosität. Die Jury bzw. die Polizei hielt die gesamte Gruppe an. Sie wies uns an nur die rechte Straßenseite zu benützen, da sie ansonsten das Rennen abbrechen würden. Nach etwa 2-4 Minuten Pause ging es dann endlich wieder weiter.
Nur wenige Kilometer später folgte der nächste Anstieg nach Sommerholz. Nach der Auffahrt befand ich mich wieder in einer 5-köpfigen Spitzengruppe. Die Zusammenstellung war dieselbe wie zuvor, nur Rzen gesellte sich dieses Mal auch dazu. Bis zur Bundesstraße in Oberhofen rollten einige Gruppen aber erneut an uns heran und in Mondsee waren wir wieder über 100 Fahrer.
Beim Anstieg nach Thalgauegg wurde es dann ernst. Die beiden Italiener stiefelten mühelos den Berg hoch, ich kam als fünfter hinter Rzen und Lindner oben an. Auf den nächsten Kilometer rollten wir fünf wieder zusammen und fuhren erneut an der Spitze des Rennens.
Bis zum Anstieg nach Perfalleck schlossen 5-6 Fahrer zu uns auf. Der Anstieg tat schon richtig weh und ich hatte echt zu knautschen. Als erstes in die Abfahrt gingen natürlich die beiden Italiener, gefolgt von Lindner und weiteren 10 Sekunden dahinter zwei Deutsche und ich. Nach uns war schon ein größeres Loch.
So fuhren wir zu dritt hinter den anderen 3 Fahrern über Faistenau ins Wiestal und dann zur Schwaitelalm. Die beiden Deutschen waren echt stark und beim ersten Anstieg hatte ich schon meine Probleme, konnte aber dranbleiben. Beim zweiten Teil des Anstieges war es dann aber so weit und ich musste reißen lassen. Die Oberschenkel taten schon so weh und ich musste alleine weiter nach oben fahren. Ca 10 Minuten später sah ich von unten schon die nächste ca. 10-köpfige Gruppe herankommen. Kurz darauf folgte ein Kilometer mit grobem Schotter. Mich schüttelte es nur so durch, es war schlimmer als in einer Schottergrube.
Dann war ich endlich als Sechster oben angelangt und fuhr noch alleine in die Abfahrt. Zu diesem Zeitpunkt war mir schon klar, dass es wahrscheinlich nicht bis ins Ziel reichen würde, aber ich versuchte es trotzdem, man weiß ja nie. Kurz nach der Abfahrt holten mich aber die ersten beiden ein. Es folgte eine Baustelle mit roter Ampel an der wir halten mussten. So dauerte es nicht lange bis der Rest der Gruppe da war. Nach über 1 Minute Stillstand ging es dann weiter. Bis zum Ziel stand aber noch der Anstieg nach Schwaighofen im Weg. Mit den ersten in dieser Gruppe konnte ich natürlich nicht mehr mithalten, da ich schon ziemlich platt war. Ich ging mit 4 weiteren Fahrern in die Abfahrt und auf die letzten 6 Kilometer.
Als zweiter dieser Gruppe beendete ich schlussendlich ziemlich fertig als Gesamt 12er und als 11er in meiner Altersklasse das schwere Rennen.
Ich hätte mir zwar ein besseres Ergebnis erhofft, aber ich brauche mir keine Vorwürfe machen, denn ich hatte alles versucht und war immer in den entscheidenden Gruppen vertreten. Da ich in den letzten 2 Monaten vorwiegend kurze Rennen gefahren bin, ist es auch nicht verwunderlich, dass mir am Ende nach über 4 Stunden etwas die Kraft ausging.
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