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Tagesbestzeit in Nussdorf
Nach den gewonnen Erkenntnissen aus dem letzten Bergzeitfahren versuchte ich am Freitag beim legendären Bergzeitfahren in Nussdorf diese auch umzusetzen.
Die Strecke führte von der Limbergstraße über 4,2 km und knapp 260 hm zum Gasthof Dachsteinblick.

Nach der ersten Startsteigung welche ich stehend fuhr um in Fahrt zu kommen, wurden meine Beine leicht sauer und ich dachte, oh das wird heute nichts werden. Als ich mich dann aber hinsetzte und meinen Tritt fand wurde das Gefühl zunehmend besser und ich machte mich auf den ersten flachen bis leicht steigenden Kilometer. Ich fuhr dieses Mal keine zu hohe Trittfrequenz und brachte gut Druck auf das Pedal.
Nachdem meine größte Sorge, das Flachstück, vorbei war ging es endlich in den Anstieg wo ich gleich mal zwei Fahrer, welche vor mir gestartet waren, einholen konnte.

Im Flachen bin ich noch mit 2-3 % Reserve gefahren, aber ab diesem Zeitpunkt war ich nur mehr am Anschlag, meine Beine fühlten sich jedoch immer noch gut an.
So ging es durch das steilere Waldstück und die gut zu fahrende Gerade, ehe es rechts weg und wieder mehr bergauf ging. Von da an war es nur mehr ein Kampf ums überleben.

nussdorf_letzter_kilometer

Danach noch eine steile 200 m Passage, welche schon richtig wehtat. Nach der nächsten Kurve wurde es aber zum Glück wieder etwas flacher, bevor es nach einer weiteren Kurve ganz flach wurde.
Ab hier war ich schon über dem Limit, meine Beine traten zwar noch in die Pedale, aber den großen Druck verspürte ich nicht mehr.
Ich durfte aber nicht jammern, denn es waren nur mehr rund 500 Meter bis ins Ziel.
Die letzten 200 Meter führten noch mal bergauf. Ich ging aus dem Sattel und versuchte noch mal alles aus meinem Körper rauszuholen. Ein bisschen hat er noch hergegeben, aber viel war nicht mehr drinnen.

Ich wusste zwar dass ich mit knapp 10:40 Minuten eine gute Zeit gefahren war, da ich ansonsten immer bei 11 Minuten lag. Danach begann aber das lange Warten bis zur Siegerehrung, wo sich mein Klassensieg dann mit 10 Minuten und 38 Sekunden bestätigte.
Zu meiner Überraschung und Freude stellte ich heuer sogar zum ersten Mal die Tagesbestzeit auf und ließ Spitzenfahrer wie Mairhofer und Lindner mit 8 bzw. 10 Sekunden hinter mir.
Danach wusste ich, dass das gute Gefühl während der Fahrt doch nicht getäuscht hat und war seit langem wieder mal mit einem Zeitfahren zufrieden.

nussdorf_tagessieg_cerny

 
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